Bundesagentur- Chef Frank Jürgen Weise zieht eine
"positive Bilanz" der sog. Hartz - IV Reform.
Frank Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg
zog nach 4 Jahren Reform eine positive Bilanz.
Die Arbeitslosigkeit würde sinken und die internen Strukturen
der Bundesagentur schreiten zu einem kundenorientierten
"Dienstleistungsunternehmen" voran. Besonders verwies Weise auf den
Rekordüberschuss der ARGEN. Besonders hoch war der Rekordüberschuss: Rund 12
Milliarden Euro (aus Sozialbeiträgen) wurden im Jahr 2006 nicht verbraucht.
Negativ betrachtet könnte man auch davon sprechen, dass das Geld nicht bei den
Erwerbslosen für entsprechende Maßnahmen angekommen sei.
Ab 2007 soll aus dem Überschuss der BA die Senkung des Beitrages zur
Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,5 Prozent hälftig finanziert werden.
Die Gewerkschaften forderten eine Überarbeitung der Hartz-IV-Gesetze. Der
IG-Metall- Vorsitzende Jürgen Peters bezeichnete die Reform als ungerecht und
verlangte im AP-Interview, das Arbeitslosengeld II solle von derzeit 345 auf 420
Euro erhöht werden. "Unsere Meinung zu Hartz IV hat sich nicht verändert:
Das ist ein falscher Weg", so IG Metall Chef Peters.
Die Linkspartei.PDS forderte nun, den Überschuss für eine aktive
Arbeitsmarktpolitik zu verwenden, die mehr als die Verwaltung von
Arbeitslosigkeit sein muss. Ich denke da beispielsweise an einen öffentlich geförderten
Beschäftigungssektor.
Der Rekordüberschuss macht auch eins deutlich: Die Absenkung der Beiträge zur
Arbeitslosenversicherung wäre auch ohne eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um
drei statt zwei Prozent möglich.