Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Bund muss sich stärker an den Kosten der Unterkunft beteiligenZu Ankündigung von Bundesarbeitsminister Müntefering, die Beteiligung des
Bundes an den Kosten der Unterkunft für Hartz IV-Bezieher für das Jahr 2007
um knapp 2 Mrd. zu erhöhen und so den Forderungen der Kommunen einen
Schritt entgegen zu kommen, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der
Fraktion DIE LINKE. Katja Kipping:
Das beständige Bohren der Linken und der Kommunen zahlt sich offenbar aus.
Wollte der Bund sich bisher noch mit der lächerlich niedrigen Summe von
2 Mrd. Euro aus der Verantwortung stehlen und die Kommunen im Regen stehen
lassen, soll nun immerhin knapp das Doppelte bereit gestellt werden. DIE
LINKE. hat nicht locker gelassen und das Thema im Bundestag durch Nachfragen
in den Berichterstattergesprächen zum Haushalt, im Ausschuss Arbeit und
Soziales sowie durch eine kleine Anfrage immer wieder zum Gegenstand
gemacht.
Dass Müntefering jetzt ein neues Angebot macht, ist ein Erfolg dieses
beständigen Bohrens dicker Bretter, kann aber nicht das letzte Wort sein.
Für die Zukunft muss eine verlässliche und nachvollziehbare Methode gefunden
werden, die den Kommunen die bei der Einführung von Hartz IV versprochene
jährliche Entlastung von 2,5 Mrd. Euro garantiert und regional
unterschiedlichen Belastungen Rechnung trägt. Ob die hierfür vorgeschlagene
Formel geeignet ist, gilt es jetzt im Parlament und mit Kommunen und Ländern
zu diskutieren.